4. Platz beim Winzerthlon


  • Zieleinlauf

  • Emily

  • skeptischer Blick

  • Rennbesprechung

  • nervös vor dem Start

  • auf dem Weg in die Wechselzone

  • mit Atompilzhelm und Puck die Fliege Brille

  • Radfahren beendet

  • in die Wechselzone

  • auf zur letzten Runde

  • voll motiviert in die letzte Runde

  • Yes! Geschafft

 








4. Platz von 4 Damen, somit Letzte geworden, allerdings mit "nur" einer Minute Rückstand auf den 3. Platz und als einziger "Rookie". Verloren habe ich den 3. Platz beim Radfahren, aber der Reihe nach:

Begonnen hat das Abenteuer Duathlon bereits Freitag Abend, da haben Emily und ich uns aufgemacht nach Ketzelsdorf, dort bei Tante Marianne unsere Sachen abgestellt und dann mit Tante gleich weiter zum Winzerfest nach Poysdorf gefahren. Ich wäre soooo in Feierlaune gewesen (Marianne auch), aber wir waren brav und alle schon vor Mitternacht im Bett.

Am Renntag ein ordentliches Frühstück genossen und dann Streckenbesichtigung gemacht. Die Laufstrecke kannte ich ja schon (1,3km bergauf und 1,3km wieder bergab), aber die Radroute war für mich als absoluter Neuling sehr interessant. Tja, es ging bergauf, bergauf, bergauf mit einem kurzen, kurvenreichen Bergabstück, an dessen Ende eine 140 Grad-Kurve zu bewältigen war und ein zweites, längeres Bergabstück am Ende der 6,6km Runde. 

Anschließend gings zur Startnummernausgabe und zum check-in. Ich hatte ja überhaupt keinen Tau von irgendwas und hab mein Rad einfach so hingehängt wie die anderen auch. Helm auf den Sattel - fertig. Dann draufgekommen, dass ich keine Brille habe, was beim Radfahren wegen der Insekten eher unangenehm ist, also noch schnell ein Puck-die Fliege-Modell von irgendjemand ausgeborgt.

Ich war richtig nervös vor dem Start, weil es vor und in der Wechselzone so viel zu beachten gibt - der Veranstalter hat das aber ganz toll gemacht. Es gab vor dem Rennen eine Demo, sowohl mit Radfahrer, als auch mit Läufer, wo der ganze Wechsel einmal durchgespielt wurde. Das war sehr hilfreich, trotzdem habe ich dann beim Rennen selbst nachfragen müssen, ob ich jetzt links oder rechts reinlaufen muss :-), aber es ist überall jemand gestanden und man wurde richtig eingewiesen. An der Stelle schon mal ein großes Lob an den Veranstalter, alles war super organisiert und hat reibungslos geklappt. Das Drumherum, die Stimmung (danke an Marianne, Familie Habitzl und Emily fürs anfeuern), alles war einfach großartig. Danke auch an Emily fürs Fotografieren mit meiner großen Kamera, toll gemacht!

Und dann gings los, um 12.05, 5 Minuten nach den Männern sind wir Damen (ca. 16 Damen, mit Staffelläufern und Elite) gestartet. Zu bewältigen waren 5,3km laufen, 20km radfahren und 2,65km laufen. Die Sonne hat ordentlich runtergebrannt und zu Beginn gings gleich mal bergauf. Oben angekommen, kurze Wende, wieder runter und das ganze nochmal. Beim Laufen war ich noch ganz gut dabei, war sogar vor der am Ende Zweitplatzierten, aber beim Radfahren hat sich die Spreu vom Weizen getrennt. Ich fahre ja nie bergauf und auch nie schnell und beides war natürlich heute gefragt. Es galt, 3 Runden á 6,6km zu bewältigen, am Anfang war ich noch sehr zaghaft, vor allem beim Bergabfahren, aber meine dritte Runde war dann schon 5 Minuten schneller als die erste, wobei es hier auch eine Schrecksekunde gab. Ich habe mich in der 140 Grad-Kurve zu weit hineingelehnt, mein Pedal hat am Boden radiert, das Hinterrad ist ausgebrochen, aber irgendwie habe ich einen Sturz vermeiden können. Beim Bergabfahren habe ich dann auch deutlich den Unterschied von meinem Rad zu den anderen gesehen. Während die Profis beim "Schußfahren" noch in die Pedale treten können, habe ich mich nur rollen lassen können und warten müssen bis es wieder flach dahingeht, damit die Pedale wieder greifen. Lustiges Detail: Knapp vor Ende meiner zweiten Radrunde war die Damensiegerin schon wieder auf der Laufstrecke...

Nach den 3 Radrunden ein letztes Mal in die Wechselzone und nochmal auf die Laufstrecke. Die ersten Meter haben sich total komisch angefühlt und ich bin ur langsam herumgeeiert, dann gings aber gleich wieder und ich hatte noch genug Kraft für den letzten Anstieg - hätte es mir schlimmer vorgestellt und war überrascht, dass es so gut ging. Von den 2 Minuten, die ich beim Radfahren verloren hatte, konnte ich auf den letzten 2,65km wieder eine Minute aufholen, aber schlussendlich hat mir eben diese eine Minute auf den 3. Platz gefehlt. Völlig egal, mir hat mein erster Duathlon riesigen Spaß gemacht, ich glaub, dieser Sport ist genau mein Ding: Laufen und Radfahren, 2 Sportarten, die ich total gerne mache. Nach dem Zieleinlauf musste ich leider sofort abrauschen, die Arbeit hat gerufen, insofern auch gut, dass ich nichts gewonnen habe, die Siegerehrung hätte ich leider auslassen müssen :-). 

Wieder daheim schnell in Schale geworfen und ab zu einem Job, den ich gut aufgewärmt, locker und beschwingt erledigt habe. Und jetzt - brauche ich unbedingt ein gscheites Radl, schadet für die Marathonvorbereitung sicher auch nicht ...